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  #1  
Alt 25.10.2019, 02:05
elferstefan elferstefan ist offline
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elferstefan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Tauchentlacken und KTL Beschichten oder Wasserstrahlen???

Hallo zusammen.

Ich bin zwar schon einige Jahre hier im Forum angemeldet, aber hatte bisher noch nicht wirklich was zum Beitragen oder fragen...

Ich restauriere seit einigen Jahren, Stück für Stück, einen 911 2,7 Coupe von 1976.
Nun habe ich soweit die Karosse bis aufs Blech zerlegt und sämtlichen Rost beseitigt und einige Blechteile erneuert.
Der Nächste große Schritt soll nun die Lackierung werden und die entsprechende Vorbereitung der Karosse!

Eigentlich wollte ich die Karosse tauchentlacken und KTL Beschichten lassen...
In der vergangenen Zeit habe ich aber Zweifel bekommen, ob das wirklich das Beste ist, oder ob man die Karosse besser Wasserstrahlentlacken lässt.

Ich habe auf den letzten Treffen mit verschiedenen 911 Fahrern und auch mit Mittelmotor in Bochum gesprochen, die mir allesamt vom Tauchentlacken abrieten, da sich immer wieder Säure aus dem Tauchbad in den Falzen absetzte und später den Lack beschädigte!
Mittelmotor lässt mittlerweile ihre Karossen per Wasserstrahl entlacken und später mit Epoxydgrundierung vorbehandeln.

Nun hier meine Frage... Wer hat Erfahrung mit den Verfahren? Was funktioniert besser?
An den Kosten soll es nicht scheitern... das Entlacken und KTL beschichten habe ich bereits eingeplant, aber wenn es doch noch etwas günstiger geht, kann das Geld natürlich auch in andere nützliche Bauteile fließen

Über ein paar nützliche antworten wäre ich sehr froh!

Luftgekühlte Grüße, Stefan.
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  #2  
Alt 26.10.2019, 21:40
jensschumi jensschumi ist offline
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Beiträge: 853
jensschumi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wie soll man mit Wasserstrahl in die Hohlräume kommen?
Nach meinem begrenztem chemischen Verständnis sollte man die Karosse nach dem Tauchentlacken auch neutralisieren bzw. passivieren können.


Gruß
Jens
__________________
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Restaurierung unter:
http://jensschumi.000webhostapp.com/911erCorner.php
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  #3  
Alt 26.10.2019, 22:21
Targamaniac Targamaniac ist offline
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Targamaniac befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich kenne jetzt Opel GTs, Ford Transits und A-Mantas, die mit dem KTL-Verfahren bearbeitet wurden, nach ein paar Jahren jetzt fürchterlich aus den Falzen rosten. Das Rostbild sieht auch nicht nach langer harter Arbeit der Oxidation aus.

Nun kommt natürlich die Argumentation, daß die besser behandelt hätten werden sollen, aber es war nie der gleiche Betrieb.
Ich wollte das auch mal probieren, werde aber nach die Finger davon lassen.



Kürzlich hat jemand aus meinem Bekanntenkreis das thermische Entlacken probiert, dabei ist aber aufgefallen, daß in den Hohlräumen und auch an Stellen, wo man nie mehr hinkommt, wenn man die Karosserie nicht aufbohrt auch der Lack und vor allem der Kleber von Profilblechen auch niedergemacht wird, scheint auch nicht so toll.


Die sind mittlerweile wirklich beim Wasserstrahlen und lassen die Hohlräume damit wenigstens in Ruhe.


Gruß
Jürgen
__________________

*** Ich bereue nichts ***
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  #4  
Alt 26.10.2019, 22:52
jensschumi jensschumi ist offline
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Beiträge: 853
jensschumi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Kann das auch nicht vollumfänglich einschätzen...
Meinen habe ich mit 'Negerkeks' in sämtlichen erreichbaren Bereichen bis auf's Blech runtergeschruppt.
Mein Wagen war rostfrei und hat nach Grundierung/UBS/ Lackierung eine Fluid-Film Behandlung bekommen.


Sollte für meinen Sommerbetrieb mit sporadischem 'Unfall-Regen' ausreichen.


Gruß
Jens
__________________
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Restaurierung unter:
http://jensschumi.000webhostapp.com/911erCorner.php
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  #5  
Alt 29.10.2019, 17:30
elferstefan elferstefan ist offline
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Beiträge: 3
elferstefan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Danke schon mal für die Antworten!

Das deckt sich auf jeden Fall mit den Beschreibungen, die ich bisher gehört habe... ich werde also auf jeden Fall die Finger vom Tauchentlacken lassen... In die Hohlräume, kommt der Wasserstrahl natürlich nicht rein, aber die sind bei meinem auch noch gut in Schuss und werden nach dem Lackieren ohnehin mit Mike Sanders behandelt, was ich auch schon mit unseren sonstigen alten "Schätzchen" gemacht habe.

Ich will ja nur noch das Blech vollständig freilegen, den Rost habe ich ja schon meist entfernt!

Liebe Grüße, Stefan.
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  #6  
Alt 29.10.2019, 18:08
Tom Sch Tom Sch ist offline
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Bayern
Beiträge: 267
Tom Sch
Servus,

seit geraumer Zeit nutzen wir in meinem Umfeld die Tauchentlackung mit anschließender KTL Beschichtung.
Die älteste Restaurierung dürfte inzwischen runde 10 Jahre alt sein - bisher ohne Spuren von Rost obwohl das Auto durchaus genutzt wird und auch nicht behandelt wird als wäre es Wasserscheu!

Eine G-Modell Karosserie in sehr gutem Zustand haben wir Wasserstrahlen lassen, das ging - war aber keine überzeugende Geschichte.
Ein weiteres F-Modell ging voll in die Hose, bereits bei der Abholung fanden sich wieder erste Roststellen in den schlechten Bereichen. Die Hohlräume blieben natürlich wie sie sind...

Auch wenn das Thema Tauchentlacken/KTL am Stammtisch gerne massiv schlecht geredet wird... ...ja es gibt da durchaus Probleme/Problemstellen, so dramatisch ist das aber nicht!
Vor allem ist es zu allen anderen Verfahren zumindest eine 95% Lösung...
__________________
unterwegs...
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  #7  
Alt 30.10.2019, 21:14
jugendtraum jugendtraum ist offline
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Registriert seit: 02.2008
Ort: Stuttgart
Beiträge: 4
jugendtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hier ab der 16. Minute wird eigentlich das Thema ganz gut erklärt..

Wasserstrahlen nutzt die gleiche Chemie, wie die chemische Entlackung.. also alkalisch ..

Und nein es sind keine Säuren

https://youtu.be/vtB8ObfD8rs

Geändert von jugendtraum (30.10.2019 um 21:16 Uhr).
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